Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt, vormals Deutscher Journalistenpreis für Luft- und Raumfahrt und ursprünglich Ludwig-Bölkow-Journalistenpreis, wird vom Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule (DJS) jährlich verliehen. Er ist in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen mit je 5000 Euro dotiert, die vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) gestiftet werden.

Ziel dieses Wettbewerbes ist es, herausragende journalistische Arbeiten aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt in Publikumsmedien auszuzeichnen. Damit wollen die Preisstifter sowohl eine fundierte Berichterstattung honorieren als auch Leser, Hörer und Zuschauer animieren, sich mit Themen der Luft- und Raumfahrt auseinanderzusetzen.

 

News

Medienpreis Luft- und Raumfahrt geht an fünf Journalisten für ihre Beiträge in Capital, Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk und Wirtschaftswoche. Sonderpreis für die Sächsische Zeitung.

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Manfred Laemmerer – www.ml-foto.de

 

München, 20. Oktober 2016 – Fünf Journalisten wurden am gestrigen Mittwochabend mit dem renommierten Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet, den der Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus jährlich in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen und in diesem Jahr – erstmals – Online verleiht. Der Festakt fand im Museum der MTU Aero Engines in München statt.

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt ist in drei Kategorien mit 5.000 Euro dotiert, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) stiftet. Die neue Preiskategorie Online wird von dem am bayerischen Luft- und Raumfahrtstandort Oberpfaffenhofen beheimateten Unternehmen Asto Future Accelerator unterstützt. Der Preis zeichnet Beiträge von Nicht-Fachjournalisten aus, die auch für Laien verständlich komplexe und oft komplizierte Themen der Luft- und Raumfahrt veranschaulichen.

Ausgezeichnet wurde der Print-Beitrag „Spacecowboys” von Jens Brambusch, veröffentlicht in Capital. Ein deutsches Start-up will ein neues Teleskop ins All schießen, das alle nutzen können. Einige Weltraum-Veteranen helfen mit.
Spacecowboys

Der Preis in der Kategorie Hörfunk geht an Stefan Geier vom Bayerischer Rundfunk für den Beitrag „Flugzeuge der Zukunft – In zwei Stunden sicher um die halbe Welt”. Fliegen wird sich künftig weiter verändern: noch schneller und entspannter.
Flugzeuge der Zukunft – In zwei Stunden sicher um die halbe Welt

Sebastian Kisters gewann mit seinem Beitrag „ESA – eine Mission zur Erforschung von Gravitationswellen”, gesendet vom Hessischen Rundfunk für das ARD Morgenmagazin die Kategorie Fernsehen. In mehreren Live-Schaltungen gelingt es dem Autor, ein kompliziertes Thema anschaulich zu erklären.
ESA – eine Mission zur Erforschung von Gravitationswellen

In der neuen Preiskategorie Online setzte sich Andreas Menn von der Wirtschaftswoche mit seinem Beitrag „Die Erde geht online“ durch. Wie Satelliten, Drohnen und Ballons die Erde mit drahtlosem Internetzugang versorgen sollen.
Die Erde geht online

Einen Sonderpreis für Regionalzeitungen in Höhe von 2.000 Euro erhielt Stephan Schön von der Sächsischen Zeitung für seinen Beitrag „Sachsen 3D“. Er verdeutlicht, wie die Menschen konkreten Nutzen aus der Luft- und Raumfahrt ziehen. Radardaten aus dem All helfen, Strukturen und Gebäude zu vermessen. Ungewöhnlich und ansprechend: Der Ausgabe lag eine 3D-Brille bei.
www.sz-online.de

Weitere Beiträge gewürdigt

Folgende nominierte Beiträge wurden bei dem Festakt außerdem hervorgehoben:

  • In der Kategorie Print der Beitrag „Traumziel Mars – Und hier sollen wir leben?” von Jürgen Bischoff (GEO) sowie „Abschied vom Helden” von Marco Evers (Spiegel)
  • In der Kategorie Hörfunk die Beiträge „Thermik und Nervenkitzel – Lautlos über die norddeutsche Tiefebene” von Tobias Nagorny (NDR) sowie „5. Dezember 1945: Flug 19 verschwindet – der Mythos Bermudadreieck entsteht” von Anne Preger (WDR)
  • In der Kategorie Fernsehen die Beiträge „Die Aufwindjäger” von Claude Alberth (SF 1 Schweiz) sowie „Der neue Blick von oben – wie moderne Luftaufnahmen unsere Wahrnehmung der Welt verändern” unter Redaktion von Martin Schneider (SWR für die ARD-Sendereihe W wie Wissen)
  • In der Kategorie Online die Beiträge „360°-Reportage “Handschlag mit dem Kosmonauten” von Stefan Geier (BR) sowie „Pluto Online Dossier!” von Heike Westram und ihrem Team (BR).

Preis wird auch 2017 ausgeschrieben

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt wird auch für das Jahr 2017 wieder ausgelobt. Eingesendet werden können Beiträge, die in einem deutschsprachigen Medium im Kalenderjahr 2016 erstmals veröffentlicht oder gesendet worden sind. Einsendeschluss ist Ende März 2017. Die Jury nominiert pro Kategorie die jeweils drei besten Beiträge. Die Bekanntgabe der ersten Preisträger erfolgt im Rahmen eines Festaktes im Spätherbst.

Der Preis

Ausgezeichnet werden Beiträge von Nicht-Fachjournalistinnen und -journalisten oder sonstigen Autoren, die komplexe und oft komplizierte Themen so anschaulich darstellen, dass sie nicht nur Begeisterung für Technik und Wissenschaft wecken, sondern möglicherweise auch schon Kinder und Jugendliche ermutigen, einen technischen Beruf zu ergreifen.

Die Ausschreibung erfolgt jährlich im Januar für Beiträge, die im Vorjahr erstmalig veröffentlicht oder gesendet wurden. Einsendeschluss ist Ende März. Nach der Sommerpause werden pro Kategorie die jeweils drei besten Beiträge nominiert. Wer die ersten Preisträger sind, wird beim Festakt im Spätherbst bekannt gegeben.

Preis

Die Jury

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